Freefly
Freefly ist eine der jüngsten und innovativsten Fallschirmsportdisziplinen. Die fliegerischen Fähigkeiten sind im Laufe der Jahre stetig gestiegen, so dass heutzutage fast alles Vorstellbare geflogen werden kann. Freefly hebt sich auch dadurch von anderen Sprungdisziplinen ab, weil es dem Freeflyer durch viele verschiedene Variationen (Sitzfliegen, Stehend-Fliegen, Kopf-Unten-Fliegen und Winkelfliegen) eine Fülle von Möglichkeiten bietet. Da die von der Luft angegriffene Fläche beim Freeflying wesentlich geringer ist, werden Geschwindigkeiten bis 320 km/h erreicht. Im Laufe der letzten 10 Jahre haben sich neue (Haupt- und) Unterdisziplinen des Freeflying herausgebildet. Neben dem Springen aus reinem Hobbyspaß haben sich das VFS (VerticalFormationSkydiving mit vielen Handgriffen), das Großformationsfliegen (Big-Way), das Winkelfliegen (Flockdive, Atmonauti und Trackdive), sowie das wettkampforientierte Freefly-Teamspringen (3 Springer) etabliert.
Freefly-Teams bestehen aus 2 Performern und einem Videoflyer (Kameramann/-frau), die alle interaktiv zusammenarbeiten und unter Ausnutzung des kompletten 3-dimensionalen Raums anspruchsvolle Figuren fliegen.
In Wettkämpfen werden in der Regel 7 Sprünge absolviert. 5 Kür-Sprünge und 2 Pflicht-Sprünge. Bei der „Pflicht“ (2.und 5. Runde) werden aus einem international oder national gültigen Pool von festgelegten Figuren 2 x 4 Figuren ausgelost, die dann in einer festgelegten Reihenfolge gesprungen werden. Die Pflichtrunden werden nach einem Punktesystem bewertet. Bei der „Kür“ gibt es keine Vorgaben, dafür aber sehr viel Raum für eigene Ideen und Entfaltungsmöglichkeiten. Die Bewertung der "Kür" findet nach mehreren Kriterien (z.B. Technik, Präsentation, Video) statt. Dabei gilt der Grundsatz: Gewertet wird nur das, was man klar im Video sehen kann. Seit der Deutschen Meisterschaft 2009 wurde in Deutschland die Kür im Freefly ausgesetzt, da sich immer weniger Teams zu nationalen Wettkämpfen anmeldeten. So sollte der Schwierigkeitsgrad gesenkt werden, damit sich wieder mehr Teams anmelden. Seit 2011 wurde eine Intemediate-Klasse im Freefly bei der DM eingeführt, um diese Disziplin für viele Springer attraktiver zu machen.
Freestyle
Freestyle besteht aus graziösen, ballettartigen Figuren während des freien Falls, wobei die Flugmanöver eine hohe Anforderungen an Bewegungskoordination und Gleichgewichtssinn stellen. Auch hier ist eine gute Zusammenarbeit mit dem Kameramann unerlässlich, da man bei den verschiedenen Figuren unterschiedliche Fallgeschwindigkeiten erreicht.
Freestyle-Teams bestehen aus einem Performer und einem Videoflyer (Kameramann/-frau). In dieser Disziplin kommt es vorrangig auf Präzision, Akrobatik und Choreographie an.
In Wettkämpfen gelten ähnliche Regeln und Bewertungskriterien wie beim Freefly.
Skysurfing
Entwickelt etwa ab Anfang der 1990er-Jahre, erfolgten Fallschirmsprünge mit einem an den Füßen befestigten „Surfbrett“. Die Beherrschung des Skysurfens ist recht anspruchsvoll und erfordert besondere Erfahrung und Umsicht. Durch den vom Brett erhöhten Luftwiderstand lassen sich Figuren ähnlich des Freestyles mit mehr Intensität durchführen. Drehungen um die eigene Achse, Flug kopfüber und das "Surfen" auf dem Brett sind nur einige Möglichkeiten. Auch beim Skysurfen gibt es Pflicht- und Kürsprünge, denen ähnliche Maßstäbe wie beim Freestyle zugrunde liegen, wobei ebenfalls Kreativität und Choreographie des Skysurfers und des Kameramanns in der Bewertung ausschlaggebend sind.
Skysurfing-Teams bestehen aus einem Performer mit einem Skysurfboard und einem Videoflyer (Kameramann/-frau).
Mittlerweile wird diese Disziplin nur noch selten ausgeübt.
Nationalmannschaftskader
In der Regel wird die Nationalmannschaft nach der Platzierung bei der Deutschen Meisterschaft aufgestellt:
Freefly Ergebnisliste DM 2011: http://www.skydive.de/uploads/media/FreeFlyAll.pdf
Freestyle Ergebnisliste DM 2011: http://www.skydive.de/uploads/media/FreeStyle.pdf
A Kader
Freefly: Deutscher Meister 2011: Team „Acro Amigoz“ aus Soest

- Tim Gebauer
- Michael Plünnecke
- Manuel Salera
Freestyle: Deutscher Meister 2011: Team „Aero Sonic“ aus Kassel

- Swetlana Spuling
- Robert Wielgoss
B Kader
Freefly: Deutscher Vize Meister 2011: Team „3-FLY“ aus Neustadt-Glewe
- Mario Bosecke
- Michael Jung
- Robert Krauss
Freestyle: Deutscher Vize Meister 2011: Team „Rush Addicts“ aus Mannheim

- Johannes Denk
- Jonas Stamm


