1000 – 2000 – 3000 – Check 1000 oder Tag 5 im Lehrerkurs. Gefühlt sind wir ein paar Tage weiter, aber es muss Freitag sein, denn heute sind die ersten „scharfen“ Schüler erschienen. Unsere Verwirrungszustände haben sich zwar in den letzte Tagen gelegt, allerdings werfen Aussagen von unserem Lehrgangsleiter Habicht wie „Wir müssen vermeiden eine Baumlandung zu vermeiden!“ einige Fragen auf. Da fühlt man sich gleich als ahnungsloser Nasenbär. Neneneeeee, nich Nasnbär...Maulwurf´n...
Jetzt mal Spass beiseite, ist ja schließlich ein ernsthaftes Thema hier. Apropos Thema. Nachdem Bobby uns völlig souverän von Kappenstörungen und Fehlöffnungen erzählt hat, referierte Steffi darüber, was zu tun ist wenn sich uns ein geistesgestörter Baum in suizidaler Absicht in die Flugbahn wirft. Aber „Wir müssen vermeiden eine Baumlandung zu vermeiden!“... Ey man, ich habe Anspruch auf die Wahrheit!!! Jaja, auch das verfolgt uns schon einige Stunden → Propellerkraft 1 G mit „Ey man, ich will noch nicht pull`n, ich will noch ein bisschen Sit-Fly“. Ich bekomme diese Ohrkakerlake nicht mehr aus meinen Gehörgängen. Vorsicht also, nicht mit dem Kopp in den Prop, Ende aus, Mickey Maus oder „Aus die Maus“.
Unter extremen Windbedingungen wurde uns dann von Steffi im Packzelt die Notprozedur am Stehhänger erläutert. Laut Habicht ist das die Realität. In mir keimt die Frage was zu tun ist, wenn ich bei diesem Wind als Schüler am Schirm hänge und höre „Do not land, it´s too windy!!!“. Natürlich springen Schüler nicht bei diesem Wetter (wir natürlich auch nicht). Torsten hat Bobby dann in den Hänger geparkt. Tja, Bobby, wer hoch abtrennt, der kann auch tief fallen und immer schön alle Griffel in die Steuerschlaufen...
Dann war es endlich soweit. Die ersten Schüler auf die wir losgelassen wurden sind da. Die Vorfreude war groß um unser gesammeltes Wissen pädagogisch wertvoll weiter zu geben. Aber immer schön strukturiert mit ´nem roten Faden, gell?! Checkerin Steffi, die alte Anmarkerin (so hat sie sich in der Tat selber betitelt) hat sich derweil liebevoll um die Formulare gekümmert. Bobby lud als Neustadt-Glewer Urgestein die „Neuen“ zu einem gemütlichen Platzrundgang ein. Bei dem Wind konnte man die Freifalllage schon in vertikaler Körperhaltung trainieren. Ich möchte an dieser Stelle erwähnen, dass aufgrund des Windes die Zufahrtsstraße wie ein Schlachtfeld aussieht. Ob es heute mit der Verpflegung klappt? Sollte ihr also nichts mehr von uns hören, bitte, werft Notrationen ab.
Zurück zu den Schülern. Bei den technischen Einweisungen von Matthias, Iris, Steffen und mir hatten wir dann das Gefühl sie würden verstehen was wir ihnen verklickern wollen. Fallschirmspringen ist keine hexerei, obwohl man uns dafür vor 800 Jahren bestimmt noch verbrannt hätte.
Jan und Matthias haben die Schüler zuletzt mit ihrem fundierten Fachwissen das Thema Aerodynamik und den theoretischen Ablauf eines Fallschirmsprunges näher gebracht. Eine Frage bleibt aber heute Abend noch zu klären. Hat Jans Reserve tatsächlich einen Hilfsschirm?
Voller Tatendrang zu später Stunde (19:47 Uhr, was ist denn jetzt mit Essen?) ging es dann mit Jan zum Flieger um den Ablauf eines Absprunges aus einer echten Caravan im Hangar zu demonstrieren. Wie schon erwähnt, nicht mit dem Kopp in Prop und nirgendwo hängen bleiben, denn dann ist der Arm ab. Aber zum Hängenbleiben am Flieger kommen wir ja morgen noch.
Mit zufallenden Augen schicken wir noch viele Grüße in das WWW
Euer Luke


